Amazing Grace - Live Music

03.01.76 - Von einer Schülerband zu einer gefragten Gruppe im Norden
"Amazing Grace" wurde fünf Jahre alt - Hauke und Holger von Anfang an dabei

(aus dem Stormarner Tageblatt)

Am 31. Dezember feierten die allen Oldesloer bekannte Musikgruppe "Amazing Grace" ihr fünfjähriges Bestehen. Durch die zahlreichen Auftritte ist die Band weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus populär geworden.

Enstanden ist die Band, als im Dezember 1970 Bernd Dieter Brodauf mit Hauke Hoffmann telefonierte, um eine Musik-Session zu organsieren. Hierbei machte auch Jens Kummerfeld auf der Gitarre und Frithjof Löding am Baß mit, ebenso Holger Maack, der vorher schon als Organist mit Hauke zusammen gespielt hatte.

Weil es allen Beteiligten außerordentlichen Spaß machte, gründeten sie eine Band. Jetzt wurde nur noch ein Name gesucht, der zu der Musik paßte, die an vergangene Pink-Floyd Zeiten erinnerte. Gewählt wurde "Amazing Grace", was soviel wie "Erstaunliche Gnade" bedeutet.

Nach langen Wochen intensiven Übens, in denen ein eigenes Musikrepertoire angelegt wurde, stellte sich "Amazing Grace" im Gemeindehaus im Rümpeler Weg dem Oldesloer Publikum vor. An diesem Abend konnte die Gruppe rund 250 erste Anhänger verbuchen.

Einige Wochen später, nach einigen Auftritten, belegte sie sogar bei einem Band-Battle in Ahrensburg den dritten Platz.

Obwohl anfängliche Erfolge erzielt wurden, gab es dennmoch Schwierigkeiten innerhalb der Band. Die musikalischen und menschlichen Differenzen unter den einzelnen Mitgliedern wurden immer größer, so daß ein Zusammenhalt der Band in dieser Besetzung nicht mehr möglich war. Hieran konnten auch Ulrich Rodeck, der für Frithjof Baßgitarre spielen sollte und die Aufnahme des Pianisten Hans Beiderwieden nichts mehr ändern, obwohl sie neue Musikelemente hineinbrachten.

Hauke, Holger und Jens wollten anstelle des bisherigen Soft-Rock jetzt echten, harten Rock spielen. Ein letzter Anstoß für das Auseinanderfallen war das gut besuchte Pop-Konzert der Band im März 1973 in der Oldesloer Stormarnhalle.

Bernd, Ulrich und Hans spielten nach der endgültigen Trennung mit dem Schlagzeuger Arno Albrecht weiterhin den alten Stiil. Fortan nannte sich die Formation "Sunshine Explosion".

Die anderen drei fanden in dem Hamburger Gerald Staschke und dem aus Lübeck kommenden Hans Heinrich Barth einen passenden Bassisten und einen neuen Sänger, mit denen sie ihre musikalischen Vorstellungen verwirklichen konnten. Diesae Art zu musizieren fand auch überregional großen Anklang, sogar im Ausland. Im Dezember 1973 und im Dezember 1974 in Holland und auf der Österreich-Tour im April 1975, forderte das junge Publikum lautstark Zugaben.

Zwei Monate später mußte "Amazing Grace" schon wieder nach Österreich. Den Oldesloer "Schlachtenbummlern" schien es fast, als ob noch mehr Zulauf zu den Konzerten zu verzeichnen gewesen sei. "Amazing Grace" fuhr allerdings mit einer neuen Besetzung gen Süden. Denn seit Mai 1975 sang jetzt der Bargteheider Peter Giese und spielte dazu auf der Gitarre. Sein akustischer Solo-Auftritt, der aus bekannten Liedern der Beatles besteht, stellt immer einen Höhepunkt eines Konzertes dar.

Auch Roy Last, der Neffe des berühmten James Last, konnte als neuer Gitarrist der Musik der "Amazing Grace" noch einmal entscheidende Impulse verleihen. Die meisten Lieder sind von ihm.

Im Augenblöick bezeichnet man den Stil nach der vierten Umbesetzung als kommerziellen Rock. Wie Hauke uns sagte: "Nicht weil wir jetzt bei den Jugendlichen besser ankommen, sondern weil uns dies am meisten Spaß macht." Sie seien schließlich eine junge Amateurgruppe, die nicht auf der Bühne ihr Geld verdienen müsse. Insofern sind sie musikalisch unabhängiger als manche Berufsmusiker.

Mittlerweile haben sie in fast allen größeren Städten Norddeutschlands gespielt. So zum Beispiel auf der Landesschülerfete in Kiel, auf dem Altstadtfest in Lübeck, in verschiedenen Discotheken und Jugendzentren, auf mehreren Festivals und auf Uni-Festen.

Duch die immer wachsende Zahl der Vorstellungen wird es immer schwieriger für den einzelnen, den beruflichen Verpflichtungen nachzukommen. Bis auf Peter Giese sind alle noch Schüler oder Studenten. Ganz schlimm wird es im Januar, wenn die "Amazing-Grace-Jubiläumstour" beginnt. Angefangen hat sie am 1. Januar im Bargteheider "Tam-Tam", dem immer beliebter werdenden Rockzentrum zwischen Hamburg und Lübeck. Hier gastieren sie drei Abende hindereinander.

Der nächste Auftritt findet dann im Januar in Bad Oldesloe statt. Diesen Termin in der Masurenwegschule sollte man sich vormerken, denn hier konzertiert die Gruppe mit allen ehemaligen Mitgliedern, bis auf Frietjof Lödeing, der sich mittlerweile von der aktiven Musik abgewendet hat. Im Vorprogramm spielt "Melange", dessen neuer Sänger Hans Heinrich Barth geworden ist.

Bernd Dieter Brodauf, Hans Beiderwieden, Ulrich Rodeck und neuerdings auch Jens Kummerfeldt stellen sich zum wiederholten Mal mit "Sushine Explosion" dem Oldesloer Publikum vor. Alles in allem verspricht das Musik-Meeting sehr interessant zu werden.

Danach führt die geplante Tour quer durch Norddeutschland von Husum bis Göttingen.

Hauke und Holger, die als einzige von Anfang an dabei waren, blicken nicht ohne Stolz auf die vergangenen fünf Jahre zurück, in denen sie sich von einer Schülerband zu einer der gefragtesten nordeutschen Gruppen hochgearbeitet haben.

(hm)

 

Seit Gründung der Band 1971 hat AMAZIN GRACE eine Musik gemacht, die nicht über die Köpfe der Zuschauer hinwegrauscht.

Die Mitglieder von AMAZING GRACE empfanden sich immer in erster Linie als "Live" - Musiker, für die positive Resonanz das Wichtigste ist. Das machte - wegen des sich wandelnden Publikumsgeschmack - mehrere völlige Neuorientierungen und Umbesetzungen nötig.

Trotz des großen Erfolges, den die Gruppe bei über 400 Auftritten - in der Zeit von 1971 - 76 - hatte, trennten sich Keyboardspieler Holger Maack und Drummer Hauke Hoffmann im Januar 1977 von den anderen Mitgliedern, weil sie das Gefühl hatten, musikalisch in einer Sackgasse zu stecken.

Ziel der neuen AMAZING GRACE - Gründung war es, sich nicht nur showmäßig sondern auch musikalisch - von der Bestzung her von dem Gros der deutschen Rockbands abzusetzen. Man wollte Rockmusik ohne die bis heute die Bühne beherrschende Gitarre spielen.

HERBST 1976 Amazing Grace in Berlin

Viel Spaß gemacht hat den fünf Musikern von Amazing Grace ihre Berlin-Tour. Holger Maack, Gerald Staschke, Roy Last, Hauke Hoffmann und Peter Giese hatten Auftritte in verschiedenen Clubs und Jugendzentren. Auch im Rundfunk waren sie zu hören und zwar in den Jugendsendungen von Rias und SFB - jeweils im 2. Programm, das man bei uns nur in Ausnahmefällen erreichen kann.

 

Man suchte und fand in Regine Lange die ideale Sängerin.

Die Musik von AMAZING GRACE ist rhythmisch konzipiert und eignet sich gut für Discotheken. Durch die ausgewogene, gut abgestimmte Bühnenshow bieten jedoch auch AMAZING GRACE Konzerte viele Höhepunkte. Ziel ist es auch hierbei das Publikum um Mitmachen zu bewegen.

 

 

1977 - The Sound of Keybords

Nach langem Suchen fanden die beiden Ur - Amazing Grace - Mitglieder in dem Hamburger Wolfgang Elvers einen zweiten Keyboardmann, der musikalisch auf ihrer Linie lag. Der Lübecker Bassist Gerd Schmidkte bildete die ideale Bsis für die neue Musik. The Sound of Keyboards war geboren.

1977 - Amazing Grace mit neuer Besetzung

Nicht mehr viel gehört hat man von der Oldesloer Band "Amazing Grace", seit Peter Giese (Bargteheide), Roy Last (Hamburg) und Gerald Staschke (Hamburg) die Band verlassen haben.

Inzwischen haben Hauke Hoffmann (drums) und Holger Maack (keyboards) ihre neuen Leute zusammen. Es sind:

  • Gerd Schmidtke, genannt Herbert (bass), der schon bis Sommer 1973 dabei war.
  • Wolfgang Elvers (e-piano), der vorhr in verschiedenen Hamburger Jazz-Rock Gruppen gespielt hat
  • Regine Lange (vocals) aus Bad Oldesloe

Die Musik von Amazing Grace soll etwas ruhiger und wohl auch anspruchsvoller sein als der Losgeh-Rock, den sie bisher gemacht haben. Mit Sunshine Explosion, die ja genau den umgekehrten Weg gegangen ist, scheint so etwas wie ein Rollentausch stattgefunden zu haben. Ein Urteil kann man sich am 10 Juni bilden, dann tritt Amazing Grace in einer Veranstaltung der Masurenwegschule auf.

Frühjahr 1977

1977 - Amazing Grace mit neuem Keyboard-Sound

Am Freitag "Ferien-Pass-Konzert der Rockband

In neuer Bestzung präsentiert sich die Oldesloer Rockband AMAZING GRACE. Nach längerm Suchen fanden sich die Hamburger Wolfgang Elvers als zweiter Keyboard-Spieler und der Lübecker Bassist Gerd Schmidtke. Mit ihnen fand sich die Basis für eine neue Musik, genannt "The Sounds of Keyboard".

Dieses von der Gruppe geführte Schlagwort bedeutet jedoch nicht, daß die Instrumente die Oberhand gewonnen haben. Es soll nur aussagen, daß auf die sonst meist sound-bestimmende Gitarre verzichtet wird. Das Wesentliche an dieser Musik ist der Gesang. Als ideale Sängerin haben sich die vier männlichen Gruppenmitglieder deshalb noch Regine Lange gesucht.

Die von der Gruppe komponierten Stücke sind vokal. Auf eingängige Refrains wird großer Wert gelegt. Die blonde, langhaarige Sängerin soll auch optisch den Mittelpunkt der Live-Show bilden.

Rund 90% der Stücke aus dem Repertoire der Gruppe sind selbst komponiert. Außerdem hat AMAZING GRACE ein Rock'n Roll Medley im Programm. Die Gruppe hat bereits Konzerte in Österreich, Dänemark und in den Niederlanden sowie bei Schüler- und Unifeten gegeben. Auch in Sendungen des SFB und des RIAS hatte sie Auftritte.

In Bad Oldesloe gibt die Gruppe am kommenden Freitag im Rahmen der Ferienpaßaktion ein Konzert. Es findet ab 19 Uhr auf dem Gelände der HAKO-Werke statt. HAKO stellt auch die sanitären Anlagen zur Verfügung. Außerdem will das Werk die Band mit dem notwendigen Strom für die Anlagen versorgen. Ferienpaßinhaber zahlen 1,50 Mark, andere Besucher drei Mark.

aus dem Stormarner Tageblatt vom 24. August 1977

 

Februar 1987 - AMAZIN GRACE neu formatiert

Eine neue Version der "alten" Band AMAZIN GRACEwird das neue Jahr den Rockfans in Schleswig-Holstein bescheren. 1978 war nach einem Abschiedskonzert auf der Freilichtbühne Lübeck Schluß für die beiden Keyboarder, die Sängerin, dem Drummer und dem Bassisten.

Im Frühjahr dieses Jahres kam dann die Idee, "AMAZING GRACE" neu zu formieren. Zu Regine Lange, Sängerin der Gruppe und Gerd Schmidtke, Bassist, gesellte sich der aus Hamburg stammende Keyboarder Michael Koepisch, aus dessen Feder Komposition, Arrangement und Texte stammen. Der wiederum kannte den Lübecker Schlagzeuger Peter Peters. Mit Gittarist Jörg Panten aus Lübeck und dem Norderstedter Saxofonist Bernd Kiehm wird das Team endlich komplett.

Drei neue Titel sind im Tonstudio entstanden: "stand up", "say" und "take care". Und für Anfang 1987 ist ein Debut-Konzert angesagt. Man darf also gespannt sein.

August 1987 - Alter Name - Neue Band

Einigen von euch dürfte der Name AMAZING GRACE noch so ganz dunkel in den hinteren Gehörgängen herumschweben.Waren das nicht die, die damals schon..? Den meisten sagt der Name wohl aber nichts mehr, denn schließlich ist es 8 Jahre her, seit die Band ihr letztes Konzert gegeben hat. Ja, so vergänglich ist der Ruhm in der Rock- und Popwelt.

Immerhin waren AMAZING GRACE fast durch die ganzen Siebziger unangefochten die Nummer 1 in unseren Breiten. Wenn die Band zu einem Konzert in der Kreisstadt bat, kamen regelmäßig drei- vierhundert Fans in die Masurenwegschule.

Aber wir wollen ja nicht von gestern schwafeln und uns in Wehmut verlieren.Grund dieses Rückblickes ist die Tatsache, daß AMAZING GRACE bald wieder zu hören sein wird. Seit etwa einem Jahr gibt es wieder eine Band, die diesen Namen führt und jetzt mitihrem Programm so weit ist, das sie demnächst Auftritte starten wird. Einer ihrer Titel wurde schon mal bei Radio Schleswig-Holstein gespielt, was natürlich weiteren Auftrieb gegeben hat.

Oktober 1987 - AMAZING GRACE is back

Die Tür der alten Hühnerfarm schließt sich hinter mir und ich höre alles andere als Gegacker."Stand up" tönt es mir entgegen. Herzig, locker und leicht angeswingt. Ich befinde mich im Übungsraum der Gruppe AMAZIN GRACE, die im Sinne des Wortes tatsächlich eine Wiederauferstehung feiert. In den 70ern war die Band it das Größte, was es in unseren Breiten gab und jetzt starten sie nach acht Jhren ihr Comeback.

Für das neue Jahr hat sich die Gruppe viel vorgenommen, in der Pause zwischen Üben und Fototermin erzählen sie mir ihre Pläne. "Wir wollen die Musik schon ernsthaft betreiben und kein Wochenend-Combo sein", räumt Regine gleich alle Zweifel aus. Fürs Frühjahr sind schon Auftritte in Lübeck, Berlin und Reinfeld est geplant, weitere sollen in ganz Norddeutschland folgen.

Damit würde die Band wieder an ihre alten Erfolge anknüpfen, zu denen immerhin Touren ins benachbarte Ausland zählten. Auch im Großen Saal des Lübecker Stadttheaters rockte die Band noch 1978 kurz vor ihrer damaligen Auflösung.

Die Musik von AMAZING GRACE ist geprägt heute durch die rauchige Altstimme von Sängerin Regine Lange und die Melodieinstrumente Gitarre, Keyboard und Saxophon. "Natürlich wehren wir uns dagegen, in irgendwelche Schubladen gesteckt zu werden, aber was wir machen, hat schon etwas mit Pop Rock im weiteren Sinne zu tun", kommt das Staement der Band. In der Tat, eingängige Melodien, viel Gesang und ein durchgehender Rhythmus von Baß und Schlagzeug machen die Musik aus, bringen den Fuß zum Zucken.

Seit August 1986 arbeitet die Gruppe an ihrem neuen Programm, im Oktober ing es zwecks Demo-Aufnahmen ins Studio und jetzt laufen auch schon Verhandlungen mit einer Plattenfirma. Toi, Toi, Toi.

 Für alle, die die Band noch von früher kennen, ist interessant, daß von der 78 - Formation noch Sängerin Regine Lange und Bassist Gerd Schmidtke mit dabei sind.

Aber auch die neuesten Mitlieder haben sich ihre musikalischen Meriten längst erspielt. Da ist Keyboarder Michael Koepisch, der schon mit "Agnetha" und "Skyline" Platten einspielte, da ist Gitarrist Jörg Panten, der von der Lübecker Band "On the Rocks" kam und Schlagzeuger Peter Peters von ehemals "Iceberg". last but not least kommt dem aus Norderstedt stammenden Saxophonisten Bernd Kiehm die Rolle zu, die Band komplett zu machen.

Wir können gespannt sein, ob der Name AMAZING GRACE bald wieder so gut klingt wie damals oder ob diese "Zugabe" sogar noch darüber hinausgeht!

 21.03.1988 - Lindenhof Bad Segeberg

Acht Jahre Pause sind nun endgültig vorbei! Im Segeberger Lindenhof waren sie wieder live zu hören: "AMAZING GRACE", in den Siebzigern die Band überhaupt in unserer Gegend. Kein Wunder also, daß viele Interessierte aus Stormarn den Weg in den Lindenhof gefunden hatten. Was sie hörten, war outiniert gebrachter Pop-Rock, Gesngsorientierte Musik, gewürzt mit Keyboard-Gitarren- und Saxophonsoli.

Besonder Gitarrist Jörg Panten und der frühere "Skylin" - Keyboarder Michael Koepisch taten sich hierbei hervor. Auch Sängerin Regine Lange, daß sie von ihren früheren stimmlichen Qualitäten nichts eingebüßt hat. Souverän prägte ihre dunkel etwas rauchige Stimme den Gesamtklang.

AMAZING GRACE ...und das Rockballett in der Oper

Nun steht es fest: nach langjähriger Abstinenz wird die Band AMAZIN GRACE an den Ort eines großen Erfolges zurückkehren. Die Gruppe wurde nicht nur verpflichtet, die Musik zu einem Rockballett zu schreiben, sondern auch dazu, diese dann während der Aufführung live auf der Bühne zu präsentieren. Die Premiere, über die während der Sommerpause am Theater nicht viel zu erfahren war, soll am 30. August im Großen Haus in der Beckergrube stattfinden.

Bis zum November wird das Rockballett dann auf dem Programm der Bühnen der Hansestadt stehen. Die Aufführung verspricht zum Spektakel zu werden, immerhin konnte ein Mann wie Tony Taylor als Gast Choreograph gewonnen werden. Für die Musik zeichnet Amazing Grace Keyboarder Mike Koepisch verantwortlich.

Grundlage des Rockballetts ist das "Frühlingserwachen" von Wedeking.Das Kernthema könnte lauten: Die Bewältigung des Lebens. Es geht um den Generationskonflikt, es geht um Schulprobleme,, es geht um Gewalt, es geht um die alltäglichen Probleme des täglichen Lebens junger Leute. Auch wenn vergewaltigun und Selbstmord in diesem Stück vorkommen, ist die Grundtendenz und das Resumee der Darstellung positiv.

Das Thema sagt es schon: angesprochen sollen ganz besonders auch junge Leute werden und solche, die mit dem Theater sonst nichts am Hut haben. Daß da en wenig in Richtung "Andy" in Hamburg geschielt wurde, der ja mächtigen Erfolg zu verezichnenhat, sollte den Lübeckern nachgesehen werden. Immerhin gibt es nur wenige derartige Aktionen, die man getrost schon vor der Premiere als positiv herausstreichen darf.

Das ganze Stüvk gliedert sich in 10 Szenen, die ingesamt 75 Minuten dauern werden.In 12 Songs erzählt Amazing Grace die Geschichte, die dargestellt wird in englischer Sprache. Zwischen diesen Vokalstücken ist AMAZING GRACE natürlich ständig instrumental im Einsatz. Das Leitmotiv des Bandabends, "Spring" von der Rockgruppe genannt, wird zur Premiere auch auf Venyl zu haben sein. Vertrieben wird die Scheibe vom Pressezentrum und sind während der Auftritte im Großen Haus natürlich auch zu haben.

Die Eintrittspreise sollten nach Ansicht der Musiker einheilich gestaltet sein und der Geldbörse des gewünschten Publikums entsprechend - niedrig gehalten sein.

Nach einem trost- und sonnenlosen Sommer freut sich die"PISTE" mit allen Lübeckern auf das Rockballett und hofft, daß diese Aktion den Lübecker Kulturschaffenden neue Impulse gibt.

 

Rockballett in Lübeck: "Der Weg lohnt sich"

Rock-Ballett mit Livemusic: Wer kann sich da schon was drunter vorstellen?! Ich kenne zwar sowohl Ballett (da hüpfen immer ein paar Leute auf der Bühne rum) als auch Rock.

Doch die Kombination von beiden war mir völlig neu. Also bin ich hin, zu unserer Kulturmetropole Das Große Haus der Lübecker Bühnen. Das Rockballett "Spring" von Anthony Taylor mit Live-Musik der Gruppe AMAZING GRACE, Besuchern bekannter Segeberger Musikkneipen bekannt, stand auf dem Programm.

Dieses Stück, ich war n der Uraufführung, galt als "Versuch". Erstaunt war ich von Anfang an über die große Publikumsresonanz: Das Theater war fast ausverkauft. Eindrucksvoll durch die Beleuchtung unterstützt begann Regine Lange von dere Gruppe AMAZING GRACE ohne Unterstützung durch ein Mikro das Rockballett. Trotzdem gelang es ihr sowohl lautstärkenmäßig als auch durch ihre gesangliche Qualität das vorwiegend jugendliche Publikum in ihren Bann zu bringen.

Geschickt ausgewählte Lieder untermalten die Handlung sehr eindrucksvoll. Wer jedoch der englischen Sprache nicht so mächtig war, hatte Schwierigkeiten, den Sinn zu verstehen, wenn man auch ohne Text unter Zuhilfenahme des Programms (was ich jedem emphehlen würde!!!) die Handlung verstehen konnte.

Geschickt täzerisch dargestellt wurden immer wieder verschiedene Klischeevorstellungen, die die Zuschauer so haben. So wurde beispielsweise sehr deutlch das typische Macho-Verhalten von jugendlichen Schülern gezeigt, die dadurch den Mädchen imponieren wollten. Zum Teil sogar mit "Erfolg": Eines der Mädchen wurde schwanger und mußte abtreiben. Auch ein Selbstmord ist in diesem eindrucksvollen Stück enthalten.

Letztendlich kommen einige der Jugendlichen in eine Erziehungsanstalt. Einem Teil gelingt die Flucht. Immer wieder interessant dargestellt: aktuelle Gesellschaftsprobleme. So wurde das Verhältnis zweier Schwuler brilliant schauspielerisch dargestellt.

Wenngleich das gesamte Stück "Spring" nur etwas mehr als eine Stunde gedauert hat, so hat sich der Besuch sehr gelohnt. Selbst Jugendliche, die zuvor vom Ballett recht wenig gehalten haben, waren doch über die gute Umsetzung de Musik in tänzerischeBewegungen begeistert. Wer Interesse an dieser Art Veranstaltung hat, sollte sich beeilen, denn nur noch bis zum 13. Dezember findet dieses Rockballett im Großen Haus der Lübecker Bühnen statt.

 

Abschied

Das Projekt Spring im Theater war nach 13 Aufführungen und einem Abschlusskonzert beendet. Der damalige Intendant war an einer Verlängerung zrotz guter Besucherzahlen nicht interessiert. Danach tourten wir noch bis 1989 durch die Lande, bis der Bassist Gerd Rüdiger Schmidtke( Herbert) aus beruflichen Gründen nicht mehr alle Auftritte wahrnehmen konnte. Wir spielten dann noch einige Auftritte mit einem Ersatz-Basser, Burkhard Schreiber, es kam dann jedoch zu Streitereien, was letztendlich zur Auflösung der Band führte. SCHADE!

Jörg Panten und Gerd Schmidtke haben 2008 in Hamburg die Band "Hard Bloooze" gegründet, die immer noch zwischen Lübeck, Lüneburg und Hamburg auftritt.