The Jaguars

beatband - Steckbrief

Die Original - Bestzung 1963

  • Burghard Trepkau (Gitarre und Gesang)
  • Egon Deppner (Bass)
  • Hans Joachim Lobeda (Schlagzeug und Gesang)
  • Helmut Trotnow (Gesang)

Egon Deppner, der 22-jährige Bassist der Band, ist der Vater der Jaguars. Vor etwa zwei Jahren begeisterte er drei Twist-Fans damit, statt zuhören, einfach selbst zu spielen. Gesagt, getan! Irgendwo und irgendwie wurden dann die notwendigen Instrumente besorgt. Schon schwangen die ersten Töne durch die Luft. Im Sommer übten die Vier in der TReinfelder Sporthalle. Im Winter hier und dort - wegen der Nachbarn.

Die Feuertaufe bestanden The Jaguars dann an einem kalten Winterabend in der Gaststätte Radbruch in Rethwischdorf. An ihr Lampenfieber erinnern sie sich zwar noch, doch gehört diese Krankheit jetzt der Vergangenheit an.

Dem ersten Engagement folgen dann weitere und bald wurden The Jaguars ein Begriff. Durch Teilnahme an Wettstreiten bewiesen sie, daß sie zur norddeutschen Spitzenklasse gehören. Der 1. Preis im Bandwettstreit der Deutschen Tivoli-Agentur und der 2. Preis im Starpalast Hitzacker sind zwei der erbeateten Trophäen.

Wer The Jaguars heute hören will, muß schon einige Kilometer zurücklegen. Ihr Aktionsradius eicht von Flensburg bis Nordniedersachsen. Sie sind in Neumünsters Twistlokalen ebenso anzutreffen wie in Hamburger Hit-Clubs. Der einheitliche Bühnendress - Beatle Stiefel, gestreifte Hose, Lederweste und weißes Hemd - gehört dazu.

Zur Zeit befinden sich die jungen Stormarner auf einer Tournee durch Norddeutschland. Sie haben mit einer Hamburger Agentur einen Vertrag geschlossen, der sie verpflichtet, jedes Wochenende irgendwo in Schleswig-Holsten oder Hamburg zu spielen. Da außerdem noch Schallplattenaufnahmen von selbstkomponierten Stücken vorgesehen sind, müssen die hiesigen Jaguarfans kurztreten. Doch zum Trost: Es werden auch wieder Coca-Bälle in Eigeninitiative arrangiert, auf denen dann ganz gewiß beat-music gespielt wird. Alles nach Wunsch!

Ärger bleibt den herumreisenden Jaguars nicht erspart. Schlechte Erfahrungen machten sie mit dem Wirt des "Tanzpalastes Parkhof" in Harksheide. Als an einem Freitagabend nur wenige Gäste seine Räume füllten, ließ er ie Band frühzeitig abbrechen und vertröstete sie uf Sonnabend. Das Fiasko wiederholte sich auch am Sonntag, doch jetzt ließen sich die Jaguars nicht mehr durch nette Worte und einige Biere betören. Sie forderten die abgemachte Gage. Der Wirt blieb aber hartnäckig, er wollte den Verlust plötzlich ncht mehr allein tragen. Zum Trost: wir leben in einem Rechtsstaat.

Der Chef des "Südpol Elmshorn"(außerdem der Besitzer der "Weißen Rose" in Bad Oldesloe) trieb ebenfalls ein böses Spiel. Er bestellte The Jaguars und hatte dann plötzlich keinen Tanzschein. Als Ersatz bot er einen zweiten Termin an. Okay!

Doch plötzlich, als The Jaguars ihre Instrumente auspacken wollten, hörten sie die Klänge einer anderen Band. Zwei Fahrten umsonst nach Elmshorn. Zwei tage, die erst durch den Richter beglichen werden mußten.

Eine Übersicht aller Auftritte von 1963 bis 1966 findet man [...hier]

Adresse für Jaguarfans:

Joachim Voß
2067 Reinfeld
Ahrenböker Str. 2

Tel. 278

Die Band löste sich 1966 auf

 

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Einmalige Reunion einer Band der "roaring sixtees"

Sie sind die "Special Guests" bei der 1. Oldesloer Oldie-Night am Freitag, dem 30. Juni 1989, in der Stormarnhalle. Und das hat seinen guten Grund. Eigens für diesen Auftritt hat sich die Gruppe wieder zusammengefunden.

Burkhard Trepkau, Egon Deppner und Hans Joachim Lobeda, besser bekannt als "Lupo", spielten 1963 erstmals als "The Jaguars" zusammen. 25 Jahre später werden sie wieder gemeinsam auf die Bühne treten.

Von "damals" fehlt nur der Sänger Helmut Trotnow. Er lebt in England. Für ihn sprang Joachim Parduhn (Gitarre, Keyboard, Gesang) ein, der zusammen mit Burkhard Trepkau bei "Skyline" spielt.

1964 - das war die Zeit der Beatles und der Stones, Bob Dylans und der Byrds, der Searchers und der Kinks. Es war de Zeit des Aufbruchs und des Aufbruchs aus traditionellen Normen und Formen.

"The Jaguars" waren bekannt im gesamten nordeutschen Raum. Besonders häufig traten sie n Hamburg auf, spielten im "Star-Club", wo auch die Beatles groß geworden waren. Sie standen gemeinsam mit den "Lords" auf der Bühne und spielten in einem Konzert mit Ritchie Blackmore, als der noch nicht bekannt war.

Bis zu vier Auftritte in der Woche brachte die Band hinter sich. Allerorten wollte man die neue Musik hören. Es gab für junge Gruppen kaum Schwierigkeiten, Auftrittsort zu finden. Der Hunger nach Rockmusik war groß.

Mitte 1966 lösten sich die "Jaguars" auf. Die Bandmitglieder gingen getrennte Wege, blieben der live gespielten Musik aber treu.

Am 30. in der Stormarnhalle wollen sie das präsentieren, womit sie groß geworden und was zur Zeit gerade wieder in Mode kommt: Gitarren-Pop der 60-Jahre, ohne bombastische Effekte, sonder mit Schlagzeug, Baß, Gitarren und kleinen Verstärkern geradeaus gespielter Musik.

Die Auswahl der Songs von den Beatles, den Kinks, den Byrds oder Steve Winwood ist mehr als Erinnerung. Es ist ein Stück Rockgeschichte, die noch nicht vergessen ist und die auch auch dann noch weiter wirkt, wenn anderes schon lange wieder vergessen ist

aus dem Stormarner Tageblatt