Connors

Connors - das Ende der Musikkneipe

 

Das wars dann wohl mit dem Oldesloer Connors. 

Aus und vorbei, die kultige Musikkneipe ist Geschichte. Kim Möller hatte den Laden an der Hamburger Straße vor Monaten überraschend geschlossen. Seitdem lagen die alten Schallschutzmatten im Fenster.

Immer mal wieder gab es Gerüchte, neue Pächter hätten den Laden übernommen oder würden es gerne tun. Sogar im Bauausschuss war die Kultkneipe Thema. Tenor dort: Für eine Musikkneipe wird es keine Genehmigung geben. Das lasse der B-Plan nicht zu. Ein Anlieger hatte sich regelmäßig bei Veranstaltungen über die Lärmbelästigung beschwert. Auf Bestandsschutz könne kein Wirt pochen, denn das Connors habe nie eine Lizenz als Musikkneipe gehabt.

Jetzt tut sich was hinter der großen Fensterfront. Die Schaumstoffmatten sind weg, im Innern wird gearbeitet und ein Aufdruck wurde angebracht. "Hier eröffnet demnächst eine Cocktail- und Bierkneipe", ist dort zu lesen. Szenekennern ist der Schriftzug gleich bekannt vorgekommen - er sieht aus wie die Seh-Sie Werbung. Und in der Tat steckt Axel Sesiani hinter den Arbeiten.

Im ersten Moment dementiert er allerdings. "Wir übernehmen das Connors nicht", um dann klar zu stellen: "Da kommt was Neues rein." Als Name ist "Caribbean Bay" vorgesehen - und das ist auch Programm. Der ehemals irische Pub wird zur tropisch-karibischen Bier- und Cocktailkneipe mit Palmen umgebaut. Die Eröffnung ist für Ende Juli geplant.

Axel Sesiani, ist aber nur der Vermieter, der Mann im Hintergrund. Betreiber wird Michael Tauck. Er ist auch schon Chef im benachbarten Restaurant "Salzteich". Dort habe sich der Cocktail- und Lounge-Bereich so gut entwickelt, dass er mit dem Restaurant kollidiere. Was lag da näher, als die Nachbarkneipe ebenfalls zu übernehmen. "Hinter der Geschichte bin ich schon ein halbes Jahr her", erzählt Tauck. Er will Sportereignisse auf dem Großbildschirm zeigen, Hefeweizen vom Fass anbieten, E-Dart im Nebenraum und eben Cocktails. "Die Nachfrage danach ist groß, und die gibt es sonst nicht mehr in Oldesloe", sagt Kneipier Tauck. "Wir hätten gerne weiter Live-Musik gemacht, aber das geht nicht", ergänzt Sesiani. Zumindest keine Rockmusik. Die kleine Bühne soll aber weiterhin genutzt werden: Kleinkunst, Liedermacher, Unplugged-Musik. "Oldesloer Künstler können sich gerne bei uns melden", so Axel Sesiani. Auch ein regelmäßiger Kindertanz sei angedacht. "Da muss man mal sehen, wie das angenommen wird", sagt der Disco-Betreiber.

Andreas Olbertz

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